Bibi Blocksberg 120 – Der Affe ist los
„So, hier ist ein schönes Affen-schenki-schenki!“
Puh, hier erwarte ich auch so gar nichts. Ich hoffe einfach mal, dass die Folge vielleicht wenigstens auf Trash-Ebene halbwegs überzeugen kann, ansonsten wird das wohl eher ein Reinfall für mich.
Auch hier wird wieder etwas eingeführt, was man noch nicht hatte: Kontrolle der Hex-Hausaufgaben. Die Serie widerspricht sich teilweise schon irgendwie selbst, einerseits bekommt Bibi von ihrer Mutter oft genug Beschränkungen auferlegt, besonders, wenn sie wegfährt, andererseits will Barbara aber auch, dass Hex-Hausaufgaben sofort gemacht werden (und hier hat Bibi aufs Hexen erstmal gar keine Lust?).
Lustigerweise habe ich bereits bei der Erwähnung der Aufgabe mit dem Nachbarland an ein französisches Croissant gedacht und genau das schlägt Bibi dann auch tatsächlich vor
Kurz darauf ist schon der Affe da und natürlich geht er so schnell nicht mehr weg (wie überraschend!).
Die Hexenkugel ist wohl stabiler geworden. In der 51 geht sie noch kaputt, als Barbara sie fallenlässt.
Im Baumarkt gibt es natürlich nur einen Mitarbeiter, der die Ansagen, die Kundenberatung und die Kassenbedienung macht

Fabian Oscar Wien meistert die Rolle allerdings hervorragend, auch wie Bibi sein dümmliches Lachen nachäfft, ist genial, deshalb finde ich die Szene gar nicht so übel.
„Halli, hallo, hallöli!“
Unfreiwillig komisch: Bernhard zeigt sich begeistert, dass es bei den Lacktöpfen „alle Farben dieser Welt“ gibt – und nimmt dann ganz banal blau und grün
Der hochnäsige Nachbar, der offenbar Voldemort heißt – jedenfalls will niemand seinen Namen nennen – gefällt mir auch sehr gut.
Danach flacht das Ganze aber ab. Ehrlich gesagt interessiert mich der Skulpturenwettbewerb null und es ist auch eine ganze Weile ziemlich egal, ob der Affe nun dabei ist oder nicht.
Wer die Arbeiten an der Skulptur mit „Werkzeug verstecken“ sabotiert, ist halt auch sehr offensichtlich und die Eskapaden mit Chitta sind eher nervig als unterhaltsam.
Warum hält der namenlose Nachbar es eigentlich für nötig, die Blocksbergs zu sabotieren? Offenbar hat es bisher doch auch immer so geklappt – jedenfalls scheint es so.
Bei der Szene mit den Juroren denke ich so: Wieso reden die sich alle nur mit Bezeichnungen an? Ist Namen ausdenken so schwer geworden? Reicht die Kreativität nicht mal mehr dafür?
Natürlich rettet Chitta den Blocksbergs die volle Punktzahl (erstaunlich, dass es ohne Laterne bereits zu 98 Punkten gereicht hat, obwohl das Werk unvollendet war) und natürlich verplappert sich der Nachbar. Gähn.
Am Ende weint Bernhard, weil Chitta ihm seine Medaille zurückgibt. Ernsthaft…
Bei dem Song von „Cute Baby Miley“, die leider kein Hochdeutsch kann, zieht sich auch alles bei mir zusammen vor Fremdscham. Zugegeben, der Beat ist okay, aber alles andere…
Wie erwartet eher ein Flop, aber nicht ganz so schlimm wie der Vorgänger und im ersten Viertel sogar ein wenig amüsant. Leider ist der Großteil der Folge ziemlich belanglos und extrem vorhersehbar. Obwohl Chitta mit ihrem Gelb-Tick immer wieder Unsinn baut und durch ihr Gekreische ständig präsent ist, habe ich auch das Gefühl, dass sie in die Story reingezwängt wurde und möglicherweise sogar im ersten Entwurf gar nicht vorkommen sollte. Größtenteils hätte die Folge auch ohne Äffchen fast genauso funktionieren können.
Ich würde die Folge ungefähr auf dem Niveau der kleinen Spürnase sehen, in manchen Momenten auch deutlich stärker, aber insgesamt halt nahezu genauso schwach. Benjamin punktet wieder.
3/10
Benjamin 68:52 Bibi