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117 - Die Zoo-Schwimmschule
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Benjamin Blümchen 117 – Die Zoo-Schwimmschule
„Wenn man ins Wasser geht, wird man nass!“
Alte Bewertung: 1 Punkt (weil 0 nicht gingen und leider immer noch nicht gehen)
Hier könnte Ihre Werbung stehen. Im Ernst, ich habe gar keine Lust. Auf Lust keine Lust.
Drum hier ein Gedicht:
Stella kann springen wie ein Reh
doch kann nicht schwimmen, ojemine
drum werft sie in das kühle Nass
und taucht sie unter, das macht Spaß
So, das war eine schöne Runde Gehässigkeit, ungefähr auf dem Level von Ottos zynischem „Herzlichen Glückwunsch, du Sportskanone“ als Reaktion auf Stellas Klassenrekord, den der Lehrer ganz begeistert hinausposaunt. Stella bekommt ein eigenes Podest, auf dem allein sie die Plätze 1-333 belegt, der Lehrer setzt ihr ein pinkes Krönchen auf und sie schreitet mit Anmut zur glorreichen Siegerehrung, damit alle ihr zujubeln und sie hochleben lassen.
Also, so wäre es gekommen, hätte Kiddinx nicht bei den Sprechern gespart. Die Realität ist, dass es keinen juckt, welche Meisterleistung Stella vollbracht hat. Ihr Lehrer ist ihr größter Fan (cringe, digga, sus, lol). Stella versucht es trotzdem und schleimt sich, wie immer angekettet an Otto, nach der Stunde noch bei ihm ein (warum eigentlich? Ist sonst ihre 1+ mit Sternchen in Gefahr?. Ach nee, das ist dazu da, damit die Information publik wird, dass nach den Ferien im Hallenbad geschwommen wird).
Ach du Schande, nicht dieses Wort… zu spät. Es klingelt schon in meinem Ohr:
Im Hallenbad, im Hallenbad, ich geh‘ so gern im Hallenbad. Im Hallenbad, im Hallenbad, da ist es immer guuut…
Verdammt. Stella mag das Lied allerdings nicht, weil sie den Text nicht unterstützt. Sie hat keinen Bock auf Schwimmen. Normalerweise wäre jetzt Folgendes passiert: Mama Stellini hätte den Lehrer angerufen und ihm gesagt, dass Stella nicht schwimmen will. Der hätte geantwortet: „Hm, wenn 50 % der Klasse keine Lust haben, dann blasen wir das lieber ab.“ Geschichte Ende.
Es gibt da nur ein kleines Problem: Das hätte die 40 Minuten nicht gefüllt. Und die Message wäre auch eher so na ja gewesen.
Aber hey, da taucht Karla auf! Endlich mal was Positives… nicht. Karla erhöht völlig random den Druck auf Stella und nennt sie den „neuen Stern am Schwimmerhimmel“ über den sie einen Artikel schreiben will – ich muss mich gleich übergeben.
Weil Stella nicht so begeistert ist, nennt Karla sie „viel zu bescheiden“. Ha. Haha. Hahahahahahaha…
Warum tue ich das nochmal? Ach ja, chronologisch durchhören und so…
Nun, Stella versetzt Benjamin und Otto erstmal. Leider kann die Geschichte ohne Stella nicht weitergehen, deshalb ruft Benjamin bei den Stellinis an. Mittlerweile kann er nämlich das Telefon unfallfrei bedienen (allein daran merkt man schon, dass die Folge nicht von Donnelly sein kann).
Stella hat sich in ihrem Zimmer eingeschlossen – ich beglückwünsche sie zu dieser supergeilen Idee!
Aus mir völlig unklaren Gründen machen sich aber nun alle Sorgen um Stella, anstatt sie einfach mal zu loben, dass sie auch mal was richtig gemacht hat.
Und dann kommt es raus. Stellas großes Geheimnis. Dagegen war Ottos kleines Geheimnis in der 108 echt nichts. Es wird auch nicht gelacht! Großes Elefanten-Ehrenwort. Obwohl Otto kein Elefant ist, darf er das sagen – der große graue Berg neben ihm hat’s erlaubt.
Also aufgepasst: Stella… also… sie… sie kann absolut GAR NICHT schwimmen!
Nein! Doch! Ohh!
Oh. Mein. Gott. Das ist so… schnüff… schlimm! Ich würde Stella raten, sich wieder in ihrem Zimmer einzusperren und niemals wieder rauszukommen. Das wäre doch eine gute Win-Win-Situation für alle: Aus dem Trio würde wieder ein Duo werden und somit hätte sich „Drei sind einer zu viel“ erledigt, die Hörer hätten ihre wohlverdiente Ruhe und Stella muss sich nicht vor der Klasse blamieren. Perfekte Lösung!
„Wer darüber lacht, der ist ganz einfach doof“ – Otto, du bist zu gut für diese Welt. Wait… what? Boah, so weit ist es schon, dass ich so einen Schmarrn schreibe… da seht ihr mal, was diese Folge anrichten kann!
Benjamin lehrt uns, dass man im Wasser nass wird. Dazu fällt mir auch irgendwie nichts mehr ein.
Das war’s im Grunde auch schon. Wie, wir haben doch noch über 20 Minuten auf der Uhr? Ja, stimmt schon, aber die haben keine Relevanz mehr. Echt nicht.
…
…
…
Wirklich nicht.
…
…
…
Absolut nicht.
…
…
…
NA-HEIN!
Der Rest ist so handlungsarm, dass es sogar erwähnenswert ist, dass das Wasser himmelblau ist. Und ich denke, damit ist der Gehaltslevel dieser „Geschichte“ dann auch hinreichend beschrieben.
Kein Schatz im Zoosee. Kein Badeunfall. Kein spannender Tauchgang. Kein Monster, das im Zoosee lebt. Nichts dergleichen. Nicht mal ein Wettbewerb (und wenn ich mich DARÜBER beklage, dann ist Hopfen und Malz verloren). Stella ertrinkt auch nicht. Stattdessen bringen die Freunde drei Baby-Krokodilen in 5 Minuten das Schwimmen bei… glaube ich. Planschi-planschi halt.
Ich würde jetzt an dieser Stelle gerne noch irgendein Rezept einfügen, einfach nur so, damit hier wenigstens irgendwas Sinnvolles steht, aber mir fällt keins ein. Irgendwann ist die Folge jedenfalls vorbei und Stella kann nun schwimmen. Supi. Otto wird schon merken, was er davon hat. Nach den Ferien kann er dann wieder seinen Zynismus rausholen.
Fazit? Keine Handlung unter dieser Nummer – äh, diesem Titel. Damit sind die Mindestanforderungen für ein Hörspiel nicht erfüllt. In der Schule – ob nun Grund-, Baum- oder Schwimmschule ist ganz egal – nennt man das: Unentschuldigtes Fehlen. Bewertet wird das mit einer 6. Dieses Machwerk habe ich mir jetzt definitiv zum allerletzten Mal angehört.
Zum Schluss noch was Positives: Es kann jetzt nur noch bergauf gehen. Und: Es ist Stella-Bergfest! JUCHHU!
Bibi kriegt die Punkte gerade auch echt hinterhergeschmissen.
0/10
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18.09.2024 09:25
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18.09.2024 09:27
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Rückkehrer
Grauer Töröö

Dabei seit: 10.04.2025
Beiträge: 93
Spiel-Beiträge: 0
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| Zitat von unicorn: |
Naja, aber der weitere Fortgang klingt natürlich, wie die Folgen nunmal geworden sind... ganz nett für Kleinkinder, aber nix für die alte Fangemeinde.
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Dieser Kommentar brachte es schon vor Jahren auf den Punkt. Man kann, wenn man will, einen Mehrwert der Folge allein darin erkennen, dass Vorschulkindern das Schwimmen beigebracht wird (oder besser: werden soll); aber wer schon mit BB aufgewachsen ist, und der die Reihe auch als Kontinuum bewertet, der legt unweigerlich bei der Bewertung andere Maßstäbe an.
Was mir gar nicht so sehr auf den Keks geht, ist dass eine Kinderhörspielserie gewissermaßen zu einer Audioversion der Sendung mit der Maus abgewickelt wurde, in der es weniger um Story als um Wissensvermittlung geht. Was mir nicht schmeckt (und wofür diese Folge ein glänzendes Beispiel liefert) ist, wie unglaublich flach, kindisch und humorfrei die Sache rübergebracht wird.
Warum kann ich mich bei alten Folgen auch als Erwachsener immer noch über Wortwitze oder Anspielungen amüsieren? Ganz einfach, weil damals eben noch Herzblut im Tintenfass war.
Ich höre "neuere" Folgen eigentlich nur noch sporadisch, und eigentlich auch nur, wenn ich hier lese, dass es sich um einen echten Heuler handelt (erwarte von dieser Serie nichts mehr - bei BibiBlocksberg/Bibi+Tina sieht das anders aus), aber diese Folge ist wirklich ein Lehrbeispiel, wie man es nicht machen sollte. Durch die monothematische Faktensättigung und quasi Handelsfreiheit (eine Schwimmtechnik nach der anderen) ist das ganze eben einfach zum Sterben langweilig, und durch die anbiedernd-freundlichen Miteinanderdialoge sowie endlose Tiernamens-Alliterationen (Gab´s früher schon, aber niemals in der Dosis) stellte sich zumindest bei mir eine latente Gereiztheit beim Hören ein.
Von mir also 2/10, und den 2. Stern eher für den hypothetischen Lernwert der Folge (wobei da mittlerweile ein Youtube-Video effektiver ist, von einem richtigen Schwimmkurs gar nicht erst zu reden), wobei ich durchaus anerkenne, dass hier auch die schlechteste Bewertung Sinn macht.
Und zum Abschluss noch ein Wort zu Jürgen Kluckert (RIP)- nein, sorry, einfach nein. Es ist eigentlich nur konsequent, dass Kleinkindgeschichten auch im Kleinkinderstil erzählt werden, aber für mich ist das tatsächlich eine Verhunzung eines großen Erbes. Jeder neue Sprecher hat das Recht, eine Rolle neu zu definieren, aber hier ergänzt sich infantiles Schreiben aufs Fatalste mit infantiler Sprecherweise.
Um es ganz klar zu sagen: Auch Edgar Otts Benjamin war nicht immer die hellste Kerze auf der Torte, aber Ott hatte einfach ein phänomenales stimmliches Repertoire, konnte Empörung, Zuneigung, Neugierde und auch Entrüstung immer glaubwürdig rüberbringen. "Glaubwürdig" ist genau das Stichwort, denn Kluckert klingt einfach überhaupt nicht natürlich. Wahlweise schleppend-nasal, dann wieder gekünstelt heiter, aber prinzipiell immer zwei Gänge runtergeschaltet - ich weiß nicht, wie die Zielgruppe auf diesen Sprecher reagiert hat (gut scheinbar, denn Kluckert wurde ja nicht ausgetauscht), aber ich finde diese Stimme wirklich unangenehm. Im bestenfalls erinnert sie mich an jemanden mit sprachlicher Entwicklungsverzögerung, im schlimmsten Fall an einen Mann, der Kinder ins Auto locken will...
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14.07.2026 10:47
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