Real existierende Personen zu erwähnen hat meiner Meinung nach zwei Nachteile oder auch Vorteile, je nachdem wie man es auslegt:
Dadurch, dass Bezug zur "realen" Welt genommen wird, wird schließlich dem Hörer suggeriert, dass die Welt des Hörspiels und die des Hörers ein und dieselbe ist. Das sorgt für eine gewisse Vertrautheit beim Hörer. Bei Serien wie TKKG ist das sicherlich komplette Absicht, da dort ja auch öfters reale Orte aufgegriffen werden (Hamburg, Zürich, Österreich etc.).
Das kann allerdings auch die Illusion zerstören, dass die Welt des Hörspiels eine abgeschlossene, kleine Welt für sich ist. Dann reißen einen solche Verweise womöglich aus dem Kopfkino. Denn wenn ich davon ausgehe, dass das Neustadt aus Bibi und Benjamin in unserer realen Welt existiert, dann kann ich mir das schlechter vorstellen, als wenn ich annehme, es spielt in einer Parallelwelt, die unserer nur sehr stark ähnelt, aber eben auch fantastische Elemente hat.
Außerdem verankern solche Nennungen von Personen das Hörspiel natürlich auch in eine bestimmte Zeit.
Beispiel: In "Mamis Geburtstag" (glaube ich zumindest) sagt Bibi, Steffi Graf sei im Tennis genau so gut wie Boris Becker. Kinder, die diese Folge heute hören, können wahrscheinlich mit beiden Namen nichts anfangen und wenn, dann nicht in Verbindung mit dem Thema Tennis...
Deswegen wird wohl auch sonst größtenteils auf solche Verweise meist verzichtet.