Die arme Elea hat mir so Leid getan in dieser Folge
Ich habe auch eine sichtbare Behinderung und kann es SO gut verstehen, wenn man neue Leute kennen lernt und die einen dann sofort drauf ansprechen. Man möchte manchmal einfach nur vergessen, dass die Behinderung immer da ist, und wird aber doch immer wieder daran erinnert.
Ich hab die ganze Zeit mitgefühlt und konnte es auch verstehen, dass Elea abhauen wollte. Ihre "Flucht" und auch die Szenen mit Zechy und Ravi fand ich sehr gut umgesetzt. Dass Juliette und Elea sich anfreunden, war natürlich klar, hier hätte ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr Erklärung von Juliette, wieso sie anfangs so abweisend und gemein war, gewünscht, oder eine Entschuldigung.
Richtig gut fand ich aber, wie verdeutlicht wurde, dass sich die beiden auch trotz der Sprachbarriere verstehen!

Und toll, dass man so authentische Sprecher genommen hat.
Irgendwie hat mich das so ein bisschen an die Französisch-CDs aus der Schule erinnert.
Das Reiten und die Idee mit dem Spezialsattel fand ich auch schön - hier hätte gerne noch mehr von Eleas Abenteuern in Frankreich erzählt werden können, denn leider ist die Reise danach ja auch quasi wieder vorbei,
Was mich ein bisschen gestört hat, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist: Tessa wird in einer Straße untergebracht, die "Bettlerschloss" heißt und am Ende beschwert sie sich, dass ihre Klamotten schmutzig sind. Was sollte das denn?
Also ich verstehe schon, dass man hier den Witz machen wollte, dass Tessa glaubt, sie würde in einem echten Schloss wohnen, aber "Clochard" bedeutet eigentlich "Obdachloser" und die schmutzigen Klamotten würden dazu auch passen, aber sie wird ja nicht wirklich bei Obdachlosen gewohnt haben, sondern vermutlich eher bei einer Familie, die halt "arm" ist (bzw. was Tessa halt für "arm" hält. Dann finde ich das mit der Clochard-Straße und den dreckigen Klamotten schon fast irgendwie abwertend gegenüber armen Menschen. Das hätte nicht sein müssen.