Bibi Blocksberg 085 – Die Hundebabys
Alte Bewertung: 1 Punkt
„Hört mal alle her!“
„Bibi, in English please!“
„Oah… na gut. Did anybody of you see these dogs?“
„Or the parents of these dogs before?“
„Nööö!“
„In English please, students!“
„Nooo!“
Gerade jetzt eine Folge, auf die ich wirklich unglaublich viel Lust habe. Welcher Schlaukopf fand bitte, dass es eine glorreiche Idee ist, die Schmusi-Folge ganze fünf (!) Folgen später mit Hunden zu recyceln? Auf in den Kampf…
Keine 60 Sekunden, nachdem das Intro verklungen ist, sind sie leider bereits da: Die drei titelgebenden … nein, leider nicht Fragezeichen – die Hundebabys. Und sie sind süß. Was auch sonst…
Der Erzähler ist empört: Wer verliert seine Hundebabys denn bitte mitten auf der Straße? Das geht ja mal GAR NICHT! So!
Bibi kommt auf die Idee, eine Anzeige in der Zeitung aufzugeben. Das reicht Marita aber nicht. Es muss eine „Hundebaby-gefunden-Anzeige“ sein! Danke, lieber Bibi-Anhang, haben wir das auch geklärt.
Karla versucht, witzig zu sein, als die Hundebabys mit ihrer Computermaus spielen wollen: „Ich dachte, nur Katzen spielen mit Mäusen!“ Ok.
Aber eigentlich ist Karla gar nicht so amused, weil die Babys … tröpfeln. Boah, ernsthaft? Wer eine Pfütze produziert, tröpfelt nicht!
Bibi darf dann aber doch nochmal richtig das Bad Girl raushängen lassen: Sie sagt ihren Eltern nicht, dass die – erstaunlicherweise immer noch namenlosen – Hundebabys bei ihr im Zimmer übernachten. Bleibt die Frage, wieso Schmusi kein Körbchen bekam und im Geräteschuppen eingesperrt wurde.
In der Nacht wird es tatsächlich ganz kurz spannend. Man muss ja dazu sagen: Wenn man die Sprecherliste nicht liest und noch keine neueren Folgen kennt, dann kann man ja auch nicht wissen, wer Hinki und Pinki sind. Ich weiß natürlich nicht, wann sie in der TV-Serie erstmals vorkamen, aber an und für sich keine so schlechte Strategie. Wenn das nicht Bibi Blocksberg wäre, hätte ich auch wesentlich mehr Bedenken, dass die Mädels bei der Vermutung, Einbrecher zu ertappen, ihnen einfach mal entgegengehen.
Auch die Hunde sollen nun also doch erst in den Geräteschuppen und dann mit in die Schule. Und auch da gibt es natürlich nur Schüler, die die Hundebabys „sooo süüüß“ finden. Bei der Englischlehrerin muss ich aber schmunzeln. Ich finde es gut, dass Bibi noch andere Lehrer außer Riebi hat und dass sie alles „in English please“ hören will, erinnert mich an eine meiner Englischlehrerinnen. Außerdem scheint die gute Dame tierlieb zu sein, was ein schöner Kontrast zur 80 ist, wenn man schon dreist Storyverläufe von sich selber klauen und dann auch noch drauf hinweisen muss, wo man sich kopiert hat.
Der Erzähler lobt Bibi für ihr wundervolles Englisch und stellt klar: Die Hundebabys sind schlau. Sie sind im Unterricht nämlich mucksmäuschenstill und nerven erst wieder, als die Schule vorbei ist. Ist klar.
Als Bibi und Marita sehen, dass irgendein Mädchen namens Susi einen Zettel an einen Baum heftet, erfahren sie, dass Dackel Rico verschwunden ist. Bibi kombiniert messerscharf: „Verstehe. Und das ist ein Vermisst-Zettel, den du da anheftest!“
Bibi, du bist so klug, keiner versteht, warum du seit 40 Jahren die siebte Klasse wiederholen musst.
Nun meldet sich also ein Besitzer der Hundebabys – schön! Aber leider sind wir erst am Ende der ersten Hälfte – weniger schön! Deshalb muss da wohl was faul sein. Das meint auch Karla, schließlich war der Mann am Telefon so unhöflich, seine Kontaktdaten nicht preiszugeben. Höchst verdächtig!
Dass Hinki und Pinki nicht die Hellsten sind, wird hier schnell deutlich. Sie werden nervös und ergreifen schließlich – mit den Babys – die Flucht. Bibi ist darüber so happy, dass sie Karla daran hindert, die Verfolgung aufzunehmen

Find ich gut. Leider stellt sich schnell heraus, dass sie das nur gemacht hat, weil sie bei der Action auch mitmischen will. Ach Mann…
Beinahe wäre es soweit gewesen, dass Bibi, Marita und Karla die Verfolgungsjagd aufgeben müssen, aber leider kommen sie den Hundedieben doch auf die Spur. Dass die Konfrontation mit ihren direkt neben einem Rudel kläffender Hunde stattfindet, ist jetzt nicht soo geil.
Bibi appelliert an das Gewissen der beiden Gauner: „Es sind lebende Tiere mit Gefühlen und keine chinesischen Blumenvasen!“
Hinki reagiert darauf sehr schlagfertig: „Chinesische Blumenvasen? Oh ja, die könnten wir auch klauen!“
Interessant finde ich, dass ausschließlich Hinki als dumm bezeichnet wird. Ich dachte immer, die nehmen sich nicht viel. Meine auch, dass sie in den neuen Folgen dann charakterlich quasi identisch sind, aber mal sehen.
Was für eine beknackte Lösung ist das eigentlich, die Hunde einfach bei Hinki und Pinki zu lassen, bis sich die Besitzer melden?
Nun denn, eigentlich ist die Geschichte ja vorbei, aber wir haben noch ein paar Minuten auf der Uhr. Also gibt es noch ein Happy End mit Susi und noch ein bisschen Rauszögern durch das Klingeln an einer gerade leeren Wohnung (wieso ist Susi das mit der Familie eigentlich nicht mal ein bisschen früher eingefallen?) und noch ein Happy End zu Hause für Karten-Walter und seine beiden Hunde.
Der Praktikant darf auch nochmal einen Satz ins Skript schreiben: „Nein, nicht lecken, das kitzelt so!“
Bevor es noch kitzliger wird, macht der Erzähler schnell Schluss. Danke, guter Mann! Danke!
Viel Gekläffe, viel Süß, wenig Story, aber immerhin etwas spannender als Schmusi, das muss ich zugeben. Für 3 Punkte reicht es trotzdem nicht, dafür ist das Ding einfach zu nervig und ich muss die Folge wirklich nicht nochmal hören. Trotzdem: Es gibt tatsächlich ein Upgrade. Ich bin mir sicher, dass es schlimmer geht. Allerdings kommt Bibi mit solchen Folgen nicht wieder an Benjamin ran…
2/10
Benjamin 48:37 Bibi