Bibi & Tina - Ärger mit dem Grafen (101)
Der Titel klingt nach einem handfesten Streit zwischen dem Martinshof und dem Grafen und weckt Erinnerungen an die Reiterhofdoppelfolge. Das Cover mit Tante Hedwig ist zwar schön, spricht aber dafür, dass sich nur die Mädchen mit dem Grafen verkrachen, was ich schade finde. Der Klappentext spricht mich nicht besonders an, weil es mal wieder um eine Pferdeshow geht.
Die Folge beginnt, wie so oft, mit einem Wettreiten zwischen Bibi, Tina und Alex. Dass Alex gewinnt, nachdem die Mädchen ihn verspottet haben, gefällt mir gut. Bibi und Tina planen ein Polospiel für das alljährliche Pferdefest in Falkenstein, während der Graf überraschend Besuch von Tante Hedwig bekommt.
Zufälligerweise spielt Tante Hedwig Polo und reißt die Planung an sich. Natürlich sind Bibi und Tina sauer, aber die Reaktion fand ich etwas übertrieben. Sie kennen und mögen Tante Hedwig doch eigentlich und mit ihr gemeinsam das Polospiel zu organisieren, ist doch ein guter Vorschlag. Die Mädchen kommen mir vor wie trotzige Kleinkinder.
Susanne reagiert zuerst vollkommen richtig: Sie rät den Mädchen von ihrer Gegenaktion ab und gibt dem Grafen trotzdem Konter. Dass sie dann doch mitmacht, sieht ihr irgendwie ähnlich. Wieso Bibi und Tina Förster Buchfink und Dr. Eichhorn für die besten Reiter in der Umgebung halten, weiß ich nicht. Buchfink, ja, aber Robert?
Dass Förster Buchfink vom Grafen eingespannt wird und dem nicht absagen kann, ist absolut nachvollziehbar. Schließlich ist der Graf sein Vorgesetzter. Dass Robert schon zugesagt hat, ist einfach Pech. Das Gespräch, bei dem Bibi und Tina überlegen, wer sonst infrage kommt, und dabei nicht nur Mikosch, sondern auch die Hutmacher-Brüder erwähnen, gefällt mir gut.
Die Lösung, dass Sigurd in die Polo-Mannschaft der Mädchen einsteigt, hätte mir sehr gut gefallen. Damit hätte man toll zeigen können, dass Menschen nicht nur gut oder schlecht sind und auch zusammenarbeiten können, obwohl sie schon aneinandergeraten sind. Dass die Sache mit den „heruntergefallenen“ Sachen nur kurz angeschnitten und dann nicht weiterverfolgt wird, passt irgendwie gar nicht zur Serie.
Trotzdem finde ich gut, dass die beiden sich nicht auf irgendwelche krummen Geschäfte einlassen. Das Gespräch zwischen Alex und seinem Vater gefällt mir gut, weil Alex versucht, seinen Vater zu überzeugen, sich zu entschuldigen, um den Streit zu beenden. Roberts Entscheidung finde ich sehr mutig und er geht dabei auch sehr intelligent vor.
Sein Anruf und Hedwigs Sturz sind Grund genug für den Grafen, sich zu entschuldigen und die Mädchen wieder als Organisatoren einzusetzen. Einen Moment habe ich befürchtet, dass Bibi und Tina nicht darauf eingehen, aber zum Glück nehmen die beiden an und die ganze Geschichte mündet nach relativ kurzer Zeit in einem atmosphärischen Polospiel, bei dem sogar Holger mitmachen darf. Am besten gefällt mir, dass es ein Unentschieden gibt.
Kontinuitäts- und Logikfehler sind mir keine aufgefallen und die Geschichte ist mehr oder minder originell. Ein Konkurrenzfest der jungen Falkensteiner gegen die alten hatten wir zwar schon, aber die Tatsache, dass es um Polo geht, macht es irgendwie zu etwas Neuem. Die Folge ist zudem nicht unspannend.
Pädagogisch wertvoll kann man die Folge auch nennen. Nicht nur, weil man ein bisschen mehr über Polo erfährt, sondern vor allem, weil Bibi und Tina sich am Ende nicht lange bitten lassen und auch beim Spiel nicht gewinnen. Das kommt immerhin selten genug vor. Verständlich ist die Folge für Kinder auch.
Die Folge hat genau die richtige Länge. Es wird zu keiner Sekunde langweilig und ich war überrascht, als das Ende kam. Insgesamt ist die Folge deutlich besser, als ich erwartet habe, und ich freue mich nach diesem Einstieg ins neue „Folgenjahrhundert“ schon auf die nächste Folge.
Fazit: 6 von 10 Punkten
PS: @GenerationMartinshof Jetzt steht erstmal euer Podcast an!
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Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das
deren Hund?
Ich bin
denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe
dey so gut.