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023 - Patchwork-Stress
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Mangobanane
Juniordetektiv
   
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Achtung, Spoiler!
Nach dem Serientiefpunkt Folge 22 konnte es eigentlich nur bergauf gehen und so ist es dann auch. "Patchwork-Stress" ist kurzweilige, in sich relativ schlüssige Unterhaltung, die mit einem zwar nicht besonders innovativen, aber sehr bodenständigen und sicher nicht allzu seltenen Plot daherkommt. Ein Sprechermangel ist hier tatsächlich nicht unbedingt auszumachen, die vorhandenen Figuren tragen die Geschichte ausreichend.
Beeindruckend: Selten gab es so viele gut platzierte Folgenverweise an den passenden Stellen. Endlich wird mal auf Kontinuität geachtet und die Autoren basteln sich das nicht alle zwei Folgen, wie es ihnen in den Kram passt.
Erstaunlich: Nele und Lars sind hier eher Sidekicks, die nie so wirklich in der Story ankommen und eher dazu da sind, damit Kira sich ihren Frust nicht permanent in Selbstgesprächen von der Seele reden muss (was sie dennoch oft genug tut).
Ganz große Klasse finde ich die Leistung von Dascha Lehmann, die sich alle Mühe gibt, Lena ein möglichst kantiges Profil zu geben, selbst wenn das Buch es gerade nicht hergibt. Sie kniet sich wirklich in jeden Dialog richtig rein und man nimmt ihr alles ab.
Mit Mia bekommt Kira ein Biest zur Seite gestellt, das mehrere Gesichter hat und auch stark performt. Die Nadelstiche sind wirklich gut gesetzt und vor allem wirkt es nicht an den Haaren herbeigezogen, dass Lena Kira nicht glaubt.
Den Song habe ich jetzt bereits wieder vergessen, muss aber sagen: Direkt nach der Folge hat er irgendwie funktioniert. Für sich genommen würd ich den wohl nicht hören, aber in dem Kontext hat es gut gepasst.
Drei Dinge, die mir - mal mehr, mal weniger - sauer aufstießen:
1. Der Beginn mit Johannes' Slapstick-Einlage war mir etwas zu lang und hätte gerne straffer erzählt werden können. Vermutlich hat man das für den Humoranteil in der Geschichte gemacht, aber es war ein bisschen übertrieben.
2. Leider geht es immer nur darum, dass Lena und Johannes dabei sind, zusammenzukommen und überhaupt nicht um die Situation als richtige Patchwork-Familie
3. Der Abschluss ist - mal wieder - viel zu überhastet. Der Dialog beim Karussell fängt so unglaublich stark an, um dann aber nicht durchgezogen zu werden, vielleicht wären hier 5-10 Minuten mehr besser gewesen. Ich versteh den Kiddinx-Kurs da eh nicht. Die simpelsten Plots bei Benjamin, Bibi & B&T werden wegen Streaming-Kohle oft Richtung 60 Minuten gezogen, aber die Serie, die es nötig hätte und wo das auch keineswegs langweilig wäre, bekommt die 70-80 Minuten nicht. Im Nullkommanichts sind Kira und Mia Best Buddys, Lena macht mal eben schnell mit Johannes Schluss, nachdem ihre Tochter gerade fünf Sekunden vorher wieder aufgetaucht ist und der Fortschrittsversuch, den die Serie hier bzgl. Weiterentwicklungen in der Serienbibel machen will, wird wieder eingeäschert mit einem "Vielleicht irgendwann"-Zusatz. Schade!
Allgemein fällt ja auf, dass die Serie den Weg, einem Problem irgendwann mit einem tiefgehenden Gespräch zu begegnen, nach dem dann alles wieder gut ist, ziemlich oft geht. Wenn die Realität auch mal so wäre...
Ansonsten hat mir die Folge viel Spaß gemacht. Ich hätte den Mund wohl deutlich eher aufgemacht als Kira, die hier auch zwei, drei Mal etwas zu naiv gezeichnet wurde, aber es wirkt schlüssig, warum sie es nicht tut und sich lange Zeit auch nicht auf Mias Niveau runterlässt. Ich habe überlegt, auf eine 9 zu gehen, dafür ist mir der Schluss aber einfach zu unbefriedigend und dass der Titel im Grunde verfehlt wurde, ist auch etwas schade. Nichtsdestotrotz solide Unterhaltung, die nach einem etwas zähen Beginn durchgängig unterhält, zur Serie passt und kurzzeitig auch mal richtig guten Tiefgang bietet.
8/10
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02.10.2025 14:27
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Miyru
Blauer Töröö
 
Dabei seit: 15.02.2024
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Spiel-Beiträge: 0
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Nicht schlecht, aber nicht so mein Fall.
Wie vom Klappentext schon hervorging ist das dramatische Finale der Folge wieder einmal, dass ein Charakter verschwindet und gesucht werden muss. Dann kommt ein tiefgründiges Gespräch und zack, alle Probleme sind gelöst.
Mias Streiche fand ich anstrengend, aber als Kira direkt erwischt wurde, als sie es Mia mit gleicher Münze heimzahlen wollte, musste ich - sorry, Kira - total lachen. Menschlich, dass Kira sich rächen will, aber Streiche wollen auch gekonnt sein. Ich würde mich da auch schlecht anstellen. 😄
Was ich ganz gut finde, ist der relativ harmonische Umgang der beiden Erwachsenen und Kira zu Beginn. Kira hat sich weiterentwickelt und freut sich für ihren Vater. Die Probleme treten erst später auf - nicht nur Mias Verhalten, sondern auch Kiras Erkenntnis, dass Lena natürlich Mia mehr vertraut als ihr. Schade, dass es nicht noch ein bisschen weitergeht mit der Patchwork-Situation.
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17.10.2025 10:17
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Mikosch373
dey/denen
   
Dabei seit: 26.07.2013
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Achtung, Spoiler!
Kira Kolumna - Patchwork-Stress (023)
Mit so einem Titel habe ich bei „Kira Kolumna“ schon länger gerechnet, allerdings dachte ich eher an Laura und Johannes oder Neles Mutter und eine noch unbekannte Person. Das im Klappentext geschilderte Szenario klingt mir auch zu sehr zu nach der Geschichte mit Xara in „Spuk im Kopf“. Auf die fiesen Tricks von Mia habe ich jetzt schon keine Lust. Das Cover ist von den Farben her gelungen, nur sieht Mia fast aus wie Nele. Da muss man schon zweimal hingucken.
Den Einstieg finde ich ganz schön, weil Kira auf ihre Vergangenheit Bezug nimmt und auf das viele Umziehen. Allerdings ist sie mir zu zuversichtlich, dass ihr Paps nicht mehr so einfach mit ihr umziehen könnte. Dass Kira Johannes beim Shoppen begleitet, ist auch mal interessant, vor allem weil er ein harter Fall für den Verkäufer zu sein scheint. Auch witzig, dass Kira nicht auf die Idee kommt, dass Johannes sein Datingleben vielleicht einfach nur geheim hält, weil es Kira nichts angeht.
Mia macht direkt einen unsympathischen Eindruck und als sie dann die Blumenvase absichtlich umwirft, bin ich schon wieder genervt. Wird das jetzt genauso wie in der letzten Folge nur mit ner anderen Person? Dass wir das Telefongespräch von Kira und Mia nicht mitbekommen, sondern es nur nacherzählt wird, finde ich absolut scheiße. Was ist das denn für eine Art, zu erzählen? Das erinnert unangenehm an „Die drei Ausrufezeichen“. Den zweiten Anruf kriegen wir dann mit, aber der ist schnell vorbei.
Dass Mias Entschuldigung nur Show ist, ist leider ziemlich offensichtlich. Und ehrlich gesagt habe ich an diesem Punkt schon keinen Bock mehr, mitzuerleben, wie Mia Kira das Leben zur Hölle macht. Das sind dann auch alles so Kindergarten-Sachen wie ein brauner Fleck am Hintern und sich mit Wasser bespritzen. Und nachdem erst die Kopfhörer und dann das Handy von Kira verschwunden sind, sagt Kira endlich mal was, aber Mia macht einen auf traurig und niemand glaubt ihr. Lieb ich ja…
Natürlich findet Johannes das Handy dann in der Wäsche und Kiras Argumente sind entkräftet. Die Lagebesprechung mit Lars und Nele ist auch total sinnlos, sie dient eigentlich nur als Puffer zwischen der einen und der nächsten Attacke. Und dann fängt die gute Mia an, im Schlaf zu heulen. Als Kira sich dann wehrt, sieht es natürlich gleich jeder und Kira wird angebrüllt. Es wird echt immer blöder. Natürlich glaubt Lena Kira auch nicht, als sie nochmal das Gespräch mit ihr sucht.
Dass sie nicht direkt das Gespräch mit Johannes sucht, verstehe ich auch nicht. Dann bekommen wir einen Streit von Lena und Johannes mit, bei dem Lena sagt, dass Mia verschwunden ist. So schlimm kann ich das nach den 50 Minuten Drama echt nicht finden. Soll sie doch wegbleiben… Dass Kira das zu ihrem Problem macht, finde ich auch nicht gut. Wird Kira jetzt die neue Miss Perfect, die alles versteht und jedem verzeiht, nachdem Wendy demontiert wurde?
Mia entschuldigt sich dann ziemlich schnell, was ich komisch finde, nachdem sie die ganze Zeit so extrem gegen Kira war. Die Versöhnung mit Lena kommt mir auch viel zu plötzlich. Und dass Lena sich dann noch schnell von Johannes trennt, wirkt total unpassend an dieser Stelle. Es war bisher überhaupt nicht ersichtlich, dass Lena da irgendwelche Bedenken hat - und so schnell wie die Trennung abgespult wird, wirkt es einfach nur wie ein lieblos dahingeklatschter Schluss, weil man bloß keine Patchwork-Familie beibehalten wollte.
Auch ein Kritikpunkt, den ich an der Folge habe: Eine richtige Patchwork-Familie ist das für mich nicht, wenn sich die Eltern noch gar nicht richtig kennen. Dass die beiden Töchter sich mit ihnen kennenlernen müssen, ist auch total weird. Zumal es dann ja auch ganz umsonst ist, weil Lena und Johannes doch kein Paar werden. Wofür dann der ganze Scheiß? Einfach nur, um den Hörenden ein maximal unangenehmes Gefühl zu geben? Wenn ja, dann hat die Autorin ihr Ziel erreicht.
Denn diese Folge ist bis auf den netten Anfang - für den ich einen Zusatzpunkt gebe - einfach nur nervig. Kiras und Mias Fehde wirkt, als wären die beiden noch im Kindergarten und Lena und Johannes sind anscheinend auch noch nicht viel weiter, so wenig wie sie davon mitbekommen. Was mir ebenfalls negativ aufgefallen ist, sind die Sprecherleistungen von Dascha Lehmann und Lisa May-Mitsching. Während Letztere einfach unnatürlich klingt, hat sich die wundervolle Stimme von Dascha Lehmann in etwas verwandelt, das ich gar nicht richtig beschreiben kann.
Fazit: 2 von 10 Punkten
__________________ Ich möchte bitte in Zukunft mit den Pronomen dey/denen angesprochen werden:
Beispielsätze:
Dey hat das Telefon abgehoben.
Ist das deren Hund?
Ich bin denen erst kürzlich begegnet.
Ich verstehe dey so gut.
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17.10.2025 16:53
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KiraSchreibt
Blauer Töröö
 
Dabei seit: 06.06.2023
Beiträge: 166
Spiel-Beiträge: 0
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Grundsätzlich finde ich die Idee, dass Johannes eine neue Freundin hat und dessen Tochter Probleme mit der neuen Konstellation hat, sehr gut. Die Szene mit Kira und Mia im Freizeitpark ist auch wirklich sehr stark (wobei ich zustimme, dass es in der Serie jetzt schon sehr häufig vorgekommen ist, dass jemand verschwindet und gesucht wird. In Folge 2 ist es Nele, in Folge 4 hat Rapha ab (wobei der immerhin noch eine Nachricht hinterlässt), in Folge 10 und 20 ist es Lars. Folge 9 könnte man auch noch dazu zählen, da müssen Kira, Lars und Saskia ja auch dramatisch gerettet werden. So, hab ich noch wen vergessen?
Gut finde ich, wie Lena charakterisiert wird, etwa wie sie im Büro die Leute herumkommandiert oder wie sie beim Eisessen den anderen alle möglichen Eisbecher aufzwingen möchte. Da bekommt man als Hörer schnell ein Gefühl dafür, was für ein Typ sie ist.
Mias Anti-Haltung ist zwar irgendwie nachvollziehbar, aber ihr Verhalten ist teilweise echt kindisch (Juckpulver? Wirklich?) und davon, dass sie, wie sie selbst sagt, eigentlich ganz nett sei, merkt man überhaupt nichts. Hier hat mir am Ende eindeutig was gefehlt.
Dass Lena am Ende mit Johannes Schluss macht, fand ich nachvollziehbar, aber auch das ging mir viel zu schnell.
Dafür fand ich es irgendwie echt rührend, wie Johannes mit Liebeskummer auf der Couch hockt und Vanillepudding in sich reinschaufelt, während er Drama&Dreams guckt
Das Lied war mal wieder nicht gut - und der Text passt auch nicht wirklich zur Story.
7 Punkte (und ich merke gerade, dass ich die 22 viel zu gut bewertet habe, ich muss da wohl noch mal runtergehen).
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16.11.2025 23:38
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